Cannabis-Forschung

Der Cannabiskonsum unter Jugendlichen ist trotz leichterem Zugang stark zurückgegangen

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Da die Legalisierung von Cannabis weiter ausgebaut wird, bleiben Fragen zur Konsumgewohnheit von Jugendlichen bestehen. Dies ist eine berechtigte Sorge, da die Logik normalerweise diktiert, dass ein leichterer Zugang zu der Pflanze zu einer erhöhten Nutzung führen würde. Während viele diese Annahme machen, deuten neuere Studien darauf hin, dass diese Beziehung nicht so einfach ist, wie sie erscheint. Im Folgenden gehen wir auf eine dieser Studien ein und die Erkenntnisse, die sie über den Cannabiskonsum in der US-amerikanischen Jugendbevölkerung bietet.

Ziele der Studie

Die erwähnte Studie, die von der Florida Atlantic University (FAU) geleitet und in Pediatric Reports1, veröffentlicht wurde, untersuchte Trends im Cannabiskonsum von Jugendlichen von 2011 bis 2021 mit dem Ziel, Einblicke in die allgemein gehaltenen Annahmen zu liefern, die Zugang und Nutzung in Beziehung setzen.

Der in Frage stehende Zeitraum wurde gewählt, um eine Dekade zu repräsentieren, die von bedeutenden politischen Veränderungen im Umgang mit der Droge geprägt war. Zum Beispiel überschneidet sie sich mit der Legalisierung von Freizeitcannabis in Colorado und Washington im Jahr 2012. Das Team analysierte dann die “Youth Risk Behavior Survey (YRBS)”, die Antworten von über 88.000 Jugendlichen enthielt. Die YRBS wird zweimal jährlich vom CDC durchgeführt und gilt normalerweise als zuverlässige Datenquelle für die Generierung von Erkenntnissen. Um die Dinge weiter zu vertiefen, versuchte die Studie, die Nutzungsprofile weiter zu bewerten, indem sie

  • Geschlecht
  • Klassenstufe
  • Rasse/Ethnizität

Der Zweck dieser spezifischen Aufschlüsselungen bestand darin, eine differenzierte Sicht davon zu erhalten, wie verschiedene Gruppen betroffen sein könnten. Wie bei jeder Studie jedoch ist sie nicht perfekt. Einschränkungen wurden durch die Verwendung von Selbstberichtsdaten und die Unfähigkeit, die Potenz von Cannabis zu berücksichtigen, eingeführt.

Ergebnisse und Beobachtungen

Jetzt zum Punkt: Entgegen der Erwartung, dass ein größerer Zugang zu höheren Konsumraten führt, fand die FAU-Studie einen bemerkenswerten Rückgang im Cannabiskonsum unter Jugendlichen. Genauer gesagt sank der Prozentsatz der Jugendlichen, die angaben, Cannabis konsumiert zu haben, von 23,1 % im Jahr 2011 auf 15,8 % im Jahr 2021.

Darüber hinaus sank der Anteil der Teenager, die vor dem 13. Lebensjahr zum ersten Mal Cannabis ausprobierten, von 8,1 % auf 4,9 %. Zusammen unterstreichen diese Ergebnisse, was scheinbar ein abnehmender Trend im Jugend-Cannabiskonsum trotz des Lebens in einer Zeit mit erhöhtem öffentlichem Zugang ist.

Die Studie hob auch mehrere wichtige demografische Unterschiede hervor. Schwarze Jugendliche berichteten über höhere Nutzungsquoten (20,5 % im Jahr 2021) im Vergleich zu weißen (14,8 %), hispanischen (16,7 %) und asiatischen (5,1 %) Gleichaltrigen. Ein weiterer überraschender Trend war die Verschiebung in der Geschlechterdynamik; während Jungen historisch höhere Nutzungsquoten berichtet hatten, berichteten Mädchen im Jahr 2021 über häufigeren Cannabiskonsum als Jungen (17,8 % vs. 13,6 %).

Die FAU-Studie führte diese Trends auf eine Kombination von sozialen, kulturellen und politischen Faktoren zurück, die die Wahrnehmung und das Verhalten von Jugendlichen im Hinblick auf den Cannabiskonsum beeinflussen könnten.

Erkenntnisse und Perspektiven

Was hat die Konsumraten nach unten getrieben, wenn die Nutzung nicht mit dem Zugang zusammenhängt? Die zehnjährigen Daten deuten darauf hin, dass andere Faktoren – wie elterliche Anleitung, Schulprogramme und veränderte soziale Normen – das Verhalten von Jugendlichen stärker beeinflussen könnten als die Zugänglichkeit.

Die Forscher betonten, dass trotz eines Rückgangs im Cannabiskonsum unter Jugendlichen dies nicht die Bedeutung weiterer Wachsamkeit und Bildung verringern sollte. Tatsächlich sprachen sie sich für verhaltensbezogene Interventionen in Schulen und zu Hause aus und betonten die offene Kommunikation über die potenziellen Risiken des frühen und regelmäßigen Cannabiskonsums.

Das Fazit ist, dass Cannabis trotz seiner therapeutischen Vorteile bei Erwachsenen für entwickelnde Gehirne schädlich sein kann. Dies bedeutet, dass, während Jugendliche die High School durchlaufen und heranwachsen, zunehmende Unabhängigkeit und Peer-Einfluss eine Rolle bei der Gestaltung ihres Verhaltens spielen können, was die Notwendigkeit gezielter Bildungsmaßnahmen unterstreicht.

Letzte Gedanken

Insgesamt sind Studien wie die von der FAU durchgeführte wichtig, da sie Licht auf ein Thema werfen, das noch nicht vollständig verstanden ist: den Zusammenhang zwischen Legalisierung und jugendlichem Cannabiskonsum. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein erhöhter Zugang nicht unbedingt zu einer erhöhten Konsumation unter Jugendlichen führt. Während es immer noch Ungleichheiten in bestimmten Demografien gibt – wie höhere Nutzungsquoten unter schwarzen Jugendlichen und älteren High-School-Schülern –, fordert der gesamte abnehmende Trend diese einfache Erzählung heraus.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Aufrechterhaltung proaktiver Gesundheits- und Bildungsmaßnahmen, da diese scheinbar eine größere Rolle bei der Beeinflussung der Konsumraten spielen. Wenn die Forschung weiterentwickelt wird, wird das Verständnis dieser Trends der Schlüssel zur Schaffung effektiver Richtlinien und Ressourcen sein, die die Gesundheit und das Wohlbefinden von Jugendlichen priorisieren und die sichere Nutzung einer Pflanze fördern, die viele therapeutische Vorteile für die erwachsene Bevölkerung bietet.

Studienreferenz

1. Yang, J., Mejia, M. C., Sacca, L., Hennekens, C. H., & Kitsantas, P. (2024). Trends in marijuana use among adolescents in the United States. Pediatric Reports, 16(4), 872–879. https://doi.org/10.3390/pediatric16040074

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