Gesundheit & Wellness
Cannabis-Konsum im Zusammenhang mit steigenden Raten an Leukämie im Kindesalter: “Legalisation” wird von Studie kritisiert

Kinderkrebs, insbesondere akute lymphatische Leukämie (ALL), ist ein wachsendes Problem weltweit. In den Vereinigten Staaten sind die ALL-Raten in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen, ohne dass die Gründe für diesen Anstieg klar wären. Jüngste Forschungsergebnisse deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen pränatalem Cannabis-Konsum und erhöhten Raten an Leukämie im Kindesalter hin. Dieser Artikel beleuchtet eine Studie, die von Forschern der University of Western Australia durchgeführt und im September 2021 in BMC Cancer veröffentlicht wurde.
Verständnis der Daten
Die Studie untersuchte nationale Daten aus verschiedenen Quellen, einschließlich der Surveillance Epidemiology and End Results-Datenbank und der National Survey of Drug Use and Health, um die Beziehung zwischen Cannabis-Konsum und Leukämie-Raten im Kindesalter zu erforschen. Robuste statistische Analysen zeigten eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen ALL-Inzidenz und Cannabis-Exposition, wobei Cannabis im Vergleich zu anderen Substanzen wie Alkohol und Kokain den stärksten Effekt zeigte. Darüber hinaus identifizierte die Studie bestimmte Cannabinoide, wie THC und Cannabigerol, als bedeutende Beiträge zur beobachteten Assoziation.
Auswirkungen der Ergebnisse
Die Ergebnisse unterstreichen die bedeutende Rolle von Cannabis bei der Zunahme der Leukämie-Raten im Kindesalter. Darüber hinaus hebt die Studie die verschlimmernden Auswirkungen der Cannabis-Legalisierung hervor, wobei Staaten mit gelockerten rechtlichen Rahmenbedingungen höhere ALL-Inzidenz-Raten aufweisen. Die Daten werfen auch ein Licht auf die unverhältnismäßige Auswirkung von Cannabis auf ethnische Minderheiten, was zu bestehenden Differenzen in den ALL-Raten beiträgt.
Schlussfolgerung
Die in dieser Studie vorgelegten Beweise deuten stark auf eine ursächliche Beziehung zwischen Cannabis-Konsum und Leukämie im Kindesalter, insbesondere ALL, hin. Die Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit von öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen, um den zunehmenden Konsum von Cannabis, insbesondere bei schwangeren Frauen und Jugendlichen, anzugehen. Darüber hinaus stellt die weitverbreitete Legalisierung von Cannabis zusätzliche Herausforderungen dar, die bereits alarmierenden Raten an Leukämie im Kindesalter noch verstärken. Bemühungen, den Einfluss von Cannabis auf die Gesundheit von Kindern zu mindern, sollten priorisiert werden, mit einem Fokus auf Bildung, Regulierung und gezielte Interventionen, die darauf abzielen, den Cannabis-Konsum und seine nachteiligen Auswirkungen auf gefährdete Bevölkerungsgruppen zu reduzieren.
Referenz
Reece, A.S., Hulse, G.K. Cannabinoid exposure as a major driver of pediatric acute lymphoid Leukaemia rates across the USA: combined geospatial, multiple imputation and causal inference study. BMC Cancer 21, 984 (2021). https://doi.org/10.1186/s12885-021-08598-7












