CBD 101
Die überraschende Wahrheit über die sublinguale CBD-Aufnahme – Nicht so schnell, wie wir dachten

Cannabis hat aufgrund seiner potenziellen gesundheitlichen Vorteile eine weit verbreitete Popularität erlangt, wobei Cannabidiol (CBD) im Mittelpunkt des medizinischen und Verbraucherinteresses steht. CBD-Produkte gibt es in verschiedenen Formen, aber die Debatte über die Methode der Aufnahme, die die schnellsten Ergebnisse liefert, hat sich immer um sublinguale Tropfen und orale Kapseln gedreht. Eine kürzlich veröffentlichte Studie in der Zeitschrift Cannabis and Cannabinoid Research im September 2023 hinterfragt unsere Annahmen über die sublinguale CBD-Aufnahme und zeigt, dass sie möglicherweise nicht so schnell ist, wie wir glaubten.
Für Jahre galt die sublinguale Methode, bei der CBD-Öl unter die Zunge gegeben wird, als eine Möglichkeit, um einen schnellen Effekt zu erzielen. Diese Überzeugung basierte auf der außergewöhnlichen Vaskularität der sublingualen Region, die nahelegte, dass Cannabinoide direkt in den Blutkreislauf aufgenommen werden könnten. Andererseits wurde angenommen, dass Kapseln einen umständlicheren Weg durch den Verdauungstrakt nehmen, bevor die Cannabinoide schließlich in den Blutkreislauf gelangen. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie werden jedoch diese Erkenntnis auf den Kopf stellen.
Details der Studie
Die Studie, die im Cannabis and Cannabinoid Research im September 2023 veröffentlicht wurde, zielt darauf ab, die CBD-Pharmakokinetik zwischen sublingualen Tropfen und oral aufgenommenen Gelatinekapseln zu vergleichen. Acht männliche Teilnehmer nahmen an der Forschung teil, und die Bedingungen waren randomisiert und teilnehmer-blinded. Die Teilnehmer erhielten verschiedene Kombinationen von Placebo und CBD-haltigem Hanföl in Form von Kapseln oder sublingualen Tropfen. Diese Kombinationen umfassten Placebo-Kapseln/Placebo-Tropfen, CBD-Kapseln/Placebo-Tropfen und Placebo-Kapseln/CBD-Tropfen. Blutproben, Blutdruckmessungen und subjektive Bewertungen wurden in stündlichen Abständen über 6 Stunden und erneut nach 24 Stunden gesammelt.
Die unerwartete Enthüllung
Entgegen der allgemeinen Meinung zeigten die Ergebnisse der Studie, dass die Plasmakonzentrationen von CBD nicht wesentlich zwischen den CBD-Kapseln und den CBD-sublingualen Tropfen unterschiedlich waren. Dies bedeutet, dass der Verabreichungsweg die Gesamtaufnahme von CBD nicht wesentlich beeinflusst.
Die Spitzenkonzentration von CBD, der Zeitpunkt, an dem die Spitzenkonzentration erreicht wurde, und die Fläche unter der Konzentrationskurve waren alle zwischen den beiden Methoden sehr ähnlich. Es gab keine wesentlichen Unterschiede in den kardiometabolischen Ergebnissen, der Leberfunktion, der Nierenfunktion oder den subjektiven Erfahrungen der Teilnehmer beim Vergleich von CBD-Kapseln mit CBD-Tropfen.
Auswirkungen und zukünftige Überlegungen
Die Auswirkungen dieser Studie sind erheblich. Sie legt nahe, dass CBD-Öl, wenn es sublingual verabreicht wird, oft geschluckt wird, bevor eine wesentliche orale Mukosa-CBD-Aufnahme stattfindet. Diese Erkenntnis hinterfragt die Annahme, dass die sublinguale Verabreichung einen schnelleren Effekt als Kapseln bietet.
Für Forscher und Verbraucher hat diese Studie mehrere Auswirkungen. In Bezug auf die Forschungsdesigns unterstreicht sie die Bedeutung, den Verabreichungsweg bei der Untersuchung der Wirkungen von CBD zu berücksichtigen. Für Verbraucher bedeutet es, dass die Wahl zwischen sublingualen Tropfen und Kapseln möglicherweise nicht so eindeutig ist, wie bisher angenommen. Faktoren wie persönliche Vorlieben, Bequemlichkeit und spezifische Gesundheitsbedenken sollten bei der Auswahl der besten Methode der CBD-Aufnahme berücksichtigt werden.
Diese bahnbrechende Studie hat unser Verständnis der sublingualen CBD-Aufnahme auf den Kopf gestellt. Die Annahme, dass sublinguale Verabreichung zu einem schnelleren Effekt führt, wurde in Frage gestellt. Mit weiteren Forschungen und laufenden Entwicklungen im CBD-Produkt-Design müssen Verbraucher und Forscher sich an diese überraschende neue Realität anpassen.












