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Eine Million kostenlose Pflanzen in Thailand: Von Reis zu Cannabis

Am 8. Mai gab Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul bekannt auf seiner Facebook-Seite, dass er eine Million Cannabis-Pflanzen an thailändische Haushalte verteilen wird, die medizinischen Cannabis benötigen. Die Pflanzen, die kostenlos verteilt werden, sollen für persönlichen und nicht kommerziellen Gebrauch angebaut werden. Zusätzlich müssen die Pflanzen medizinische Standards erfüllen.
Thailand ist traditionell eine sehr konservative Nation, die seit langem strenge Drogengesetze aufrechterhalten hat. Im Jahr 2018 nahm Thailand eine drastische Wende und legalisierte Cannabis, wenn auch nur für medizinische Zwecke. Cannabis mit weniger als 0,2 % THC kann als Nahrungsergänzung oder als kosmetischer Bestandteil verwendet werden. Der Freizeitkonsum von Cannabis bleibt jedoch verboten.
Der Gesundheitsminister hat versprochen, Cannabis-Pflanzen zu verteilen, um Haushalte dazu zu bringen, Cannabis wie “Hauspflanzen” anzubauen. Haushalte müssen die lokale Regierung benachrichtigen, wenn sie sich entscheiden, Cannabis anzubauen. Die Pflanzen müssen medizinischer Qualität sein und ausschließlich für medizinische Zwecke verwendet werden. Thailands Wirtschaft ist stark von der Landwirtschaft abhängig, bei der ein Drittel der Arbeitskräfte im landwirtschaftlichen Sektor beschäftigt ist. Das Land will Cannabis als Cash-Crop fördern. Bisher war Reis mit etwa 60 % der Bauern, die ihn anbauen, der wichtigste Cash-Crop. Der neue Schritt des Gesundheitsministers wird dazu führen, dass Cannabis die Dominanz von Reis als bevorzugter Cash-Crop in Thailand verdrängt.












