Cannabis-Forschung
Cannabis & Me Studie: 2,5 Mio. £ London Hirnforschung
Mit etwa 200 Millionen Cannabis-Konsumenten weltweit haben Forscher am King’s College London die Cannabis & Me Studie1 gestartet, eine 2,5-Millionen-Pfund-Untersuchung darüber, wie Cannabis das Gehirn beeinflusst. Gefördert von dem britischen Medical Research Council, zielt dieses Projekt darauf ab, Daten bereitzustellen, die eine sicherere und effektivere Verschreibung von medizinischem Cannabis ermöglichen können.
Warum die Studie wichtig ist
Für Jahrzehnte wurde die öffentliche Wahrnehmung von Cannabis von der Rhetorik der Prohibitionsära geprägt. Im 20. Jahrhundert machte Harry Anslinger — einer der lautesten Gegner von Cannabis — zahlreiche aufheizende Aussagen, darunter:
- “Marihuana ist die gewalttätigste Droge in der Geschichte der Menschheit.”
- “Sie rauchen einen Joint und sind wahrscheinlich dazu bereit, Ihren Bruder zu töten.”
- “Marihuana ist eine süchtig machende Droge, die bei ihrem Benutzer instantane Verrücktheit, Kriminalität und Tod hervorruft.”
- “Niemand weiß, wenn er eine Marihuana-Zigarette an seine Lippen legt, ob er ein fröhlicher Feiernder in einem musikalischen Paradies, ein verrückter Unbewusster, ein ruhiger Philosoph oder ein Mörder wird.”
Obwohl diese Behauptungen längst widerlegt wurden, beeinflusst der verbleibende Stigma noch immer die Politik und die medizinische Praxis. Da der Konsum von Cannabis weltweit immer mehr akzeptiert wird, ist wissenschaftliche Evidenz entscheidend, um veraltete Narrative durch Fakten zu ersetzen.
Ziele der Cannabis & Me Studie
Die Studie wird 6.000 Erwachsene aus London im Alter von 18 bis 45 Jahren rekrutieren. Teilnehmer werden sowohl regelmäßige Cannabis-Konsumenten als auch solche umfassen, die Cannabis nicht mehr als drei Mal in der Vergangenheit konsumiert haben. Alle Freiwilligen müssen eine Online-Umfrage ausfüllen, um ihre Eignung zu bestimmen.
Die leitende Forscherin Dr. Marta Di Forti erklärt: “Unsere Studie zielt darauf ab, Daten und Werkzeuge bereitzustellen, die Ärzte im Vereinigten Königreich und auf der ganzen Welt dazu befähigen, Cannabis sicher zu verschreiben, wenn dies angebracht ist.”
Hier ist ein kurzer Überblick über die wichtigsten Details der Cannabis & Me Studie:
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| Kategorie | Details |
|---|---|
| Studienname | Cannabis & Me Studie |
| Leitende Institution | King’s College London |
| Finanzierung | 2,5 Mio. £ (UK Medical Research Council) |
| Teilnehmer | 6.000 Erwachsene im Alter von 18–45 aus London |
| Eignung | Regelmäßige Cannabis-Konsumenten oder solche mit ≤3 lebenslangen Konsum |
| Forschungswerkzeuge | Virtuelle Realitätstests, DNA-Analyse, kognitive Bewertungen |
| Ziel | Biologische und umweltbedingte Faktoren identifizieren, die die Reaktion auf Cannabis beeinflussen; sicherere medizinische Verschreibung ermöglichen |
Was die Forschung untersuchen wird
Forscher werden untersuchen, wie biologische und umweltbedingte Faktoren die individuellen Reaktionen auf Cannabis beeinflussen. Die Studie wird eine Kombination aus:
- Virtueller Realitätstest
- DNA-Analyse
- Psychologische und kognitive Bewertungen
Das Team wird auch nach biologischen Markern suchen, die mit potenziellen sozialen oder kognitiven Herausforderungen bei Cannabis-Konsumenten in Verbindung stehen. Durch die Identifizierung solcher Marker könnten Ärzte individuelle Risiken und Vorteile besser beurteilen, wenn sie medizinisches Cannabis verschreiben.
Potenzialer Einfluss
Diese Forschung hat das Potenzial, die Art und Weise zu ändern, wie Cannabis in medizinischen Einrichtungen verschrieben und verwaltet wird. Sie könnte auch dazu beitragen, das Stigma zu reduzieren, indem sie evidenzbasierte Einblicke in die Auswirkungen von Cannabis auf verschiedene Menschen liefert. Mit präziseren Daten können Gesundheitsdienstleister fundiertere Entscheidungen treffen und Behandlungen an individuelle Patienten anpassen.
Referenz:
1. BBC News. (2024). Cannabis & Me: London-Based Study Worth £2.5 Million. Zugriff August 2024.












