CBD 101
CBDs überraschende Umwandlung in THC bei Erhitzung auf 175°C

Eine kürzlich durchgeführte Studie hat eine bisher übersehene Umwandlung aufgedeckt, die die angenommene Stabilität von Cannabidiol (CBD) in Frage stellt. Die Studie, durchgeführt von Robert Daniels und seinem Team, wirft Licht auf die unerwartete Umwandlung von CBD in delta-9-Tetrahydrocannabinol (Δ9-THC) unter hohen Hitzebedingungen.
Da der CBD-Markt weiterhin blüht und im Jahr 2022 einen beeindruckenden $6,4 Milliarden erreicht, geht die Studie auf die Sicherheitsbedenken ein, die durch diese neue Erkenntnis entstehen. Traditionell wegen seiner nicht-psychoaktiven Eigenschaften geschätzt, stellt die Umwandlung von CBD in das psychoaktive Δ9-THC ein erhebliches Sicherheitsproblem für Verbraucher und Hersteller dar.
Anders als frühere Studien, die sich auf Bedingungen konzentrierten, die mit der langfristigen Lagerung bei Raumtemperatur zusammenhängen, erforscht Daniels’ Forschung die thermische Stabilität von CBD bei einer glühenden 175°C. Das Team nutzte dynamische 1H-NMR-Experimente und computergestützte elektronische Struktur Berechnungen, um potenzielle Reaktionswege von CBD zu THC zu verfolgen.
Die Ergebnisse sind auffallend – bereits nach 30 Minuten Erhitzung wurden nachweisbare Mengen an Δ9-THC produziert, was kritische Fragen zu den Auswirkungen auf CBD-Produkte aufwirft, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Die Studie legt einen energetisch machbaren Reaktionsweg nahe, der durch die erhöhte Phenolsäure bei erhöhten Temperaturen und die Anwesenheit von intramolekularem OH-π-Wasserstoffbrücken beeinflusst wird.
In einem Umfeld, in dem die Stabilität und Sicherheit von CBD aufgrund rechtlicher Komplexitäten schon lange unter Beweis gestellt werden müssen, bietet diese Forschung eine neue Perspektive. Sie fordert eine Neubewertung der Annahmen um CBD, und fordert einen genaueren Blick auf die Auswirkungen hoher Hitzebedingungen auf die Umwandlung dieses weit verbreiteten Cannabinoids in sein psychoaktives Gegenstück, THC.












