Branchennachrichten
Thailand sucht öffentliche Meinung zu vorgeschlagenem Gesetz zur Einschränkung der Freizeit-Cannabis-Nutzung

In einer Maßnahme, um Bedenken hinsichtlich der florierenden Freizeit-Cannabis-Nutzung nach der Entkriminalisierung im Jahr 2021 auszuräumen, sucht Thailand aktiv nach öffentlicher Meinung zu einem Entwurf eines Gesetzes, das derartige Aktivitäten verbieten soll. Die südostasiatische Nation, die die erste in der Region war, die Cannabis entkriminalisierte, erlebte das rasante Wachstum einer marihuana-bezogenen Industrie, die in den kommenden Jahren auf 1,2 Milliarden Dollar geschätzt wird.
Die ursprüngliche Gesetzgebung, die innerhalb einer Woche nach der Entkriminalisierung umgesetzt wurde, zielte darauf ab, die Cannabis-Nutzung zu regulieren, aber ließ ungewollt Schlupflöcher für Freizeitzwecke. Jetzt, als Reaktion auf diese Herausforderungen und in Übereinstimmung mit einem Wahlversprechen, drängt Premierminister Srettha Thavisin auf strengere Vorschriften, die die Cannabis-Nutzung ausschließlich auf medizinische und gesundheitsbezogene Zwecke beschränken.
Gesundheitsminister Cholnan Srikaew betonte die Notwendigkeit des neuen Gesetzes und sagte: “Wir haben dieses Gesetz ausgearbeitet, um die falsche Verwendung von Cannabis zu verbieten. Alle Freizeit-Nutzung ist falsch.” Der Entwurf, der auf der Website des Gesundheitsministeriums veröffentlicht wurde, schlägt Geldstrafen von bis zu 60.000 Baht (1.700 Dollar) für die Freizeit-Nutzung vor, während Werbe- oder Marketingkampagnen im Zusammenhang mit einer solchen Nutzung zu Haftstrafen von bis zu einem Jahr oder Geldstrafen von bis zu 100.000 Baht führen können.
Darüber hinaus schlägt der Entwurf des Gesetzes strengere Strafen für den Anbau von Cannabis ohne Lizenz vor, einschließlich Haftstrafen von einem bis drei Jahren und Geldstrafen im Bereich von 20.000 Baht bis 300.000 Baht. Allerdings bleibt das Schicksal unregulierter Weed-Shops und -Apotheken ungewiss, ebenso wie der rechtliche Status von Personen, die Cannabis im Haushalt anbauen, eine Praxis, die derzeit mit Benachrichtigung der Behörden, aber ohne Erlaubnis, erlaubt ist.
Da die Regierung nicht sofort auf Anfragen zu dem Entwurf reagiert hat, hat die Öffentlichkeit bis zum 23. Januar Zeit, um Feedback zu geben. Das Kabinett wird dann sowohl den vorgeschlagenen Gesetzentwurf als auch die öffentliche Meinung berücksichtigen, bevor es ihn dem Parlament zur weiteren Beratung vorlegt.
Diese Geschichte wurde zuerst von Reuters berichtet.












