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Thailand will Cannabis-Regulierungen verschärfen, da Tausende von Apotheken pilzartig wachsen

Thailands neu ernannter Premierminister hat sich verpflichtet, die Regulierungen für den medizinischen Einsatz von Marihuana zu verschärfen, als Reaktion auf die Verbreitung von fast 6.000 Cannabis-Shops im ganzen Land. Thailand hat vor einem Jahr Geschichte geschrieben, als es als erste asiatische Nation Marihuana entkriminalisierte, was zu einem Anstieg von Apotheken und damit verbundenen Herausforderungen führte.
Die regulatorische Lücke, die durch die Umklassifizierung von Marihuana und dessen Entfernung als Rauschmittel entstanden ist, hat zu einem weit verbreiteten Netz von Apotheken geführt, die eine Vielzahl von Cannabis-Produkten anbieten, einschließlich Blüten und Öl-Extrakten mit weniger als 0,2% Tetrahydrocannabinol (THC), dem psychoaktiven Bestandteil, der für das “High”-Gefühl verantwortlich ist.
Zusätzlich zu der Fülle von Apotheken sind thailändische Bauern jetzt berechtigt, Cannabis anzubauen, nachdem sie sich bei der nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde registriert haben. Allerdings haben lokale Apotheken-Besitzer Bedenken hinsichtlich unregulierter Importe und sinkender Preise geäußert, die ihre Geschäfte beeinträchtigen.
Die Entscheidung, die Beschränkungen für Cannabis zu lockern, erfolgt vor dem Hintergrund der Rolle Thailands als wichtiger Transitweg für Drogenschmuggel im weiten Mekong-Flusstal Südostasiens. Strafverfolgungsbehörden in der Region wurden dafür kritisiert, diese Aktivitäten zu übersehen. Laut dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechen wurde der Wert der organisierten Kriminalität in Südostasien, einschließlich des illegalen Handels mit Drogen und Wildtieren, im Jahr 2019 auf 130 Milliarden Dollar geschätzt.












