Branchennachrichten
Patienten im Irrtum: Die begrenzte Verwendung von legalisiertem Cannabis-Medikament im NHS löst Kontroverse aus

Die Legalisierung von medizinischem Cannabis im NHS vor fünf Jahren hat zu einer Kontroverse geführt, mit Behauptungen, dass Patienten irregeführt wurden. Obwohl die Änderung des Gesetzes erwartete, dass Fachärzte das unlizenzierte Medikament frei verschreiben könnten, haben weniger als fünf NHS-Patienten es erhalten. Viele sind gezwungen, privat zu bezahlen oder darauf zu verzichten. Die Regierung argumentiert, dass die Sicherheit weitere Beweise benötigt, bevor eine breitere Einführung erfolgen kann.
Ganz-Cannabis-Medikamente, die das Compound THC enthalten, das für den “Rausch” verantwortlich ist, sollten einen breiten Kreis von Patienten begünstigen. Allerdings sind viele Ärzte sich dessen nicht bewusst, und es ist nicht auf den genehmigten Listen der NHS-Trusts. Einige Fachärzte nennen den Mangel an Beweisen für seine Sicherheit und Vorteile als Grund, es nicht zu verschreiben.
Das Medikament müsste kostspielige und komplizierte medizinische Tests durchlaufen, bevor es offiziell lizenziert werden kann, was ethische Bedenken aufwirft, insbesondere für Patienten, die möglicherweise ihre wesentliche Medikation absetzen müssen, um an Placebo-Tests teilzunehmen.
Fachärzte, die unlizenzierte Produkte verschreiben möchten, stoßen auf Herausforderungen bei der Sicherung der Finanzierung, da NHS England fast immer Einzelfälle ablehnt.
Patienten, die keinen Zugang zu NHS-Rezepten haben, können privat Rezepte von Fachkliniken bezahlen. Derzeit gibt es 31 solche privaten Verschreibungsstellen im Vereinigten Königreich, die zwischen November 2018 und 2022 über 140.000 Rezepte ausgestellt haben.
Trotz der Herausforderungen wird der Markt für medizinisches Cannabis auf 1 Milliarde Pfund im Jahr 2024 geschätzt.
Die Kontroverse unterstreicht die Lücke zwischen der Zusage von legalisiertem Cannabis-Medikament und den praktischen Herausforderungen, mit denen Patienten konfrontiert sind, wenn sie darauf zugreifen.
Diese Geschichte wurde zuerst von der BBC berichtet.












