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Substanzstrategie 2024 für Guernsey und Alderney: Auswirkungen von Cannabis

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A high-resolution photograph showing various substances associated with substance use, including four cigarettes, a glass of alcohol, two vape devices, cannabis buds, a syringe, and a small pile of white powder, all arranged on a light wooden surface.

Veröffentlicht im Juni 2025 von den Public Health Services, umreißt der 2024 Combined Substance Use Strategy Annual Report1 ein Jahr konzentrierter öffentlicher Gesundheitsmaßnahmen und Zusammenarbeit in Guernsey und Alderney. Der Bericht verfolgt den Fortschritt in vier Hauptbereichen: Tabak, Alkohol, Dampfen und Drogen, und spiegelt die anhaltenden Bemühungen lokaler Behörden und Dienstleister wider, Schäden zu reduzieren, die Genesung zu fördern und das Wohlbefinden der Gemeinschaft zu verbessern.

Zweck und Rahmen der Strategie

Die Combined Substance Use Strategy (2021–2026) dient als einheitlicher Fahrplan für die Bekämpfung von substanzbedingten Schäden auf den Inseln. Ihr übergeordnetes Ziel ist es, Guernsey und Alderney sicherer und gesünder zu machen, indem die mit Alkohol, Tabak und Drogenverbundenen Risiken minimiert werden, während die Inselbewohner dazu befähigt werden, gesündere Entscheidungen zu treffen.

Die Strategie basiert auf drei zentralen Säulen:

  1. Förderung und Schutz von Gesundheit und Wohlbefinden
  2. Minimierung der durch Substanzgebrauch verursachten Schäden und Förderung von Genesung und Rehabilitation
  3. Umsetzung evidenzbasierter Politik durch internationale Verträge, Gesetze und lokale Maßnahmen

Die Umsetzung wird von einem multidisziplinären Team für Substanzmissbrauch mit Unterstützung durch ein Netzwerk von bis zu 15 Dienstleistern aus Regierungs- und Drittbereichsorganisationen koordiniert. Dieser kooperative Ansatz stellt sicher, dass die Strategie auf neue lokale Trends reagiert und in den Bedürfnissen der Gemeinschaft verwurzelt bleibt.

Lassen Sie uns die wichtigsten Punkte aus dem Jahresbericht betrachten.

Jugend: Schutz der nächsten Generation

Eine der bedeutendsten Errungenschaften im Jahr 2024 war der gesetzliche Fortschritt, um Kinder vor schädlichen Substanzen zu schützen.

Ein Verbot des Rauchens in Fahrzeugen, in denen Kinder transportiert werden, wurde im Mai 2024 verabschiedet und trat am 1. November 2024 in Kraft, wodurch Guernsey mit anderen britischen Rechtsordnungen übereinstimmt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Kinder vor dem Passivrauchen zu schützen und das Rauchen unter Jugendlichen weiter zu entnormalisieren.

Darüber hinaus wurden als Reaktion auf wachsende Bedenken hinsichtlich des Jugendaufkommens von Dampfen eine Reihe von gesetzlichen Änderungen eingeführt, darunter:

  • Ein Verbot des Verkaufs von Dampfprodukten an Personen unter 18 Jahren
  • Ein vollständiges Verbot von Einmal-Dampfprodukten
  • Ein Lizenzierungs- und Werberegulierungsplan, der zwischen Oktober 2025 und Januar 2026 beginnen soll

500 Stunden schulischer Bildung wurden ebenfalls angeboten, darunter vier neue, speziell auf Dampfen ausgerichtete Lektionen, die in Zusammenarbeit mit Bildungs- und Gesundheitsakteuren entwickelt wurden.

Darüber hinaus starteten die Public Health Services im Sommersemester 2025 einen dreistufigen Dienst zum Aufhören des Dampfens für Personen im Alter von 12–18 Jahren (und bis 25 Jahren für jugendliche mit Erfahrungen in der Pflege), der aus einem Selbsthilfeheft, face-to-face-Unterstützung durch Action for Children und Nikotinersatztherapie durch Schulkrankenschwestern sowie Zugang zu einer Nikotin-Quitline besteht.

Rauchen: Ein anhaltender Abwärtstrend

Guernsey und Alderney machen weiterhin Fortschritte bei der Verringerung der Rauchhäufigkeit. Laut der Wellbeing-Umfrage 2023 sanken die Raucherraten auf 9,1 %, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 13,1 % im Jahr 2018.

Diese Ergebnisse werden den folgenden Faktoren zugeschrieben:

  • Langfristige Tabakkontrollpolitiken (wie die erste Werbeverbot für Tabakwaren in den britischen Inseln und die erste rauchfreie Fluggesellschaft)
  • Erhöhungen der Tabaksteuern, einschließlich einer Steigerung der Tabaksteuer um 13,2 % für 2025, die mit der Empfehlung des Berichts aus dem Vorjahr von RPI + 5 % (oder höher) übereinstimmt

Ein weiterer Trend ist die Verschiebung der Dampfverhaltens. Die Umfrage ergab, dass 17,3 % der Personen, die 2023 Dampf konsumierten, noch nie geraucht hatten, im Vergleich zu 9 % im Jahr 2018. Diese Ergebnisse unterstreichen eine wachsende Besorgnis, dass Dampfen zunehmend rekreativ und nicht als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung verwendet wird.

Die Strategie führte auch die Überweisung zur Quitline ein, um sicherzustellen, dass alle hospitalisierten Patienten, schwangeren Personen und Gefangenen, die rauchen, automatisch Entwöhnungsunterstützung angeboten wird.

Alkohol: Verschiebung der Normen und Reduzierung der Schäden

Guernsey und Alderney stehen vor tief verwurzelten kulturellen Normen im Umgang mit Alkohol, von denen viele Bewohner schädliche Trinkmuster nicht erkennen. Die Strategie zielt darauf ab, sicherere Alkoholverhaltensweisen durch Bildung, Politik und Gemeinschaftsinitiativen zu normalisieren.

Schlüsselbemühungen im Jahr 2024 umfassten:

  • Öffentliche Kampagnen wie Dry January, Count 14 und Stoptober, die sich auf Mäßigung und Richtlinien für risikoarmes Trinken konzentrieren
  • Empfehlungen des Gesundheits- und Sozialministeriums für eine jährliche Alkoholsteuererhöhung von RPI + 5 %, obwohl der Haushalt 2025 die Alkoholabgaben einfroren, eine Entscheidung, die als inkonsistent mit gesundheitsbasierten Zielen angesehen wird

Bildung und Personalentwicklung blieben auch weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt. Im Jahr 2024 erhielten über 200 Personen, bestehend aus Gesundheitspersonal, Eltern und Arbeitgebern, eine Schulung zum Substanzmissbrauch im Rahmen eines multiagency-Ansatzes. Dazu gehörten “Train-the-Trainer”-Sitzungen, um sicherzustellen, dass das Wissen innerhalb der Organisationen weitergegeben wird.

Der Bericht betont weiterhin die Bedeutung der Schaffung von Umgebungen, die gesündere Alkoholentscheidungen unterstützen und Schäden durch exzessiven Konsum verhindern.

Drogen: Schadensreduzierung und Rehabilitation

Die zweite Säule der Strategie, die Minimierung der Schäden und die Förderung der Genesung, war insbesondere in der Drogenpolitik im Jahr 2024 deutlich. Wichtige Fortschritte umfassten:

  • Der Prison Substance Use Service wurde vollständig in Betrieb genommen und bietet spezialisierte Unterstützung für inhaftierte Personen und integriert die Genesung in die Rehabilitation.
  • Der Criminal Justice Substance Use Service, der durch eine Partnerschaft zwischen Independence und Probation Services bereitgestellt wird, blieb ein kritischer Unterstützungsmechanismus für Personen im Justizsystem, die mit Substanzmissbrauch zu kämpfen haben.
  • Das Community Drug and Alcohol Team bot sowohl kurzfristige als auch langfristige Opioid-Ersatztherapie mit Methadon- und Buprenorphin-basierten Medikamenten an, um Personen zu stabilisieren und Rehabilitationsziele zu unterstützen.

Darüber hinaus boten verbündete Partner Schadensreduktionsdienste an, darunter Nadel-Tausch-Programme, Interventionen und Unterstützung für Menschen mit Alkoholabhängigkeit, problematischem Drogenkonsum und Glücksspielproblemen sowie Unterstützung für Familienangehörige von substanzabhängigen Personen.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Jahresbericht auch die Notwendigkeit hervorhebt, den Missbrauch von Substanzen zur Leistungssteigerung im Sport zu diskreditieren. Guernsey entspricht den Anti-Doping-Standards der UNESCO, und die Guernsey Sports Commission liefert regelmäßig notwendige Bildung und Compliance-Updates.

Cannabis: Trends, Missbrauch und Überwachung

Die Wellbeing-Umfrage 2023 bot wertvolle Einblicke in die Muster des Cannabis-Konsums in Guernsey und Alderney. Laut den Ergebnissen berichteten 11,9 % der Befragten, im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert zu haben, eine Zahl, die im Wesentlichen unverändert blieb im Vergleich zu 11,3 % im Jahr 2018. Diese relative Konstanz legt nahe, dass der Cannabis-Konsum ein stabiler, wenn auch bemerkenswerter Aspekt der Substanzlandschaft der Inseln bleibt.

Während medizinisches Cannabis, das von einem lizenzierten Arzt verschrieben wird, außerhalb des formalen Rahmens der Combined Substance Use Strategy fällt, bereitet die Umleitung von verschriebenem Cannabis Sorge. Von denjenigen, die im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert hatten, gaben 79 % an, keine Verschreibung zu haben. Bemerkenswerterweise gab innerhalb dieser Gruppe 70 % an, medizinisches Cannabis der Qualität zu konsumieren, was darauf hindeutet, dass ein erheblicher Teil des konsumierten Cannabis möglicherweise aus umgeleiteten rezeptpflichtigen Quellen stammt.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung klarer Regulierungsüberwachung, ordnungsgemäßer Verschreibungspraktiken und Aufklärung über den medizinischen Cannabiskonsum. Während die Strategie sich auf den illegalen und nicht-medizinischen Drogenkonsum konzentriert, bleibt die Überwachung des Flusses von verschriebenem Cannabis in ungewollte Hände eine öffentliche Gesundheitspriorität, um sicherzustellen, dass der medizinische Zugang nicht durch den rekreativen Missbrauch untergraben wird.

Letzte Gedanken: Nächste Schritte und zukünftige Prioritäten

Der Jahresbericht 2024 spiegelt die starke sektorübergreifende Zusammenarbeit hinter der kombinierten Substanzstrategie von Guernsey und Alderney wider. Durch die Konzentration auf frühzeitige Intervention, Bildung, robuste Gesetzgebung und zugängliche Unterstützungsdienste bewegt sich die Strategie weiterhin in Richtung einer Zukunft, in der Gesundheit und Wohlbefinden priorisiert und substanzbedingte Schäden erheblich reduziert werden.

Der Weg nach vorne wird weiterhin öffentliche Gesundheitsführung, anhaltende Finanzierung und ein Engagement für evidenzbasierte Praxis erfordern, aber der bisherige Fortschritt ist sowohl messbar als auch bedeutsam.

Studien, die als Referenz dienen:

1. Public Health Services. (2025, Juni). 2024 Combined Substance Use Strategy Annual Report. Regierung von Guernsey. https://www.gov.gg/CHttpHandler.ashx?id=190748&p=0

Sarah Schwefel ist eine Journalistin, Forschungsanalystin, Referentin und Patientenvertreterin. Nachdem sie für den Zugang zu Cannabis für ihre eigene Gesundheit umgezogen war, wurde sie in die Cannabis- und Hanfindustrie hineingezogen, um sich selbst und anderen Patienten besser helfen zu können. Im Jahr 2020 wurde sie in Endocannabinoid-Medizin-Studien von der American Journal of Endocannabinoid Medicine zertifiziert. Sarah nutzt ihr Fachwissen, um mit ihren Texten zu verschiedenen Themen, darunter Gesetzgebung und die Vorteile pflanzlicher Medizin, zu informieren und sich für die Interessen von Patienten einzusetzen.