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Deutschland legalisiert Freizeit-Gras, allerdings mit strengen Regulierungen

In einem bedeutenden Schritt hat das deutsche Parlament ein bahnbrechendes Gesetz zur Erlaubnis des recreationalen Gebrauchs von Cannabis gebilligt. Ab dem 1. April werden Personen über 18 Jahren erlaubt, größere Mengen an Cannabis zu besitzen, aber der Erwerb der Droge wird strengen Regulierungen unterliegen.
Unter dem neuen Gesetz werden öffentliche Räume das legale Rauchen von Cannabis erlauben, mit Besitzgrenzen von bis zu 25g, was zahlreichen potenten Joints entspricht. Die legale Grenze in privaten Wohnungen wird auf 50g ausgeweitet. Gesundheitsminister Karl Lauterbach, ein Befürworter der Reformen, zielt darauf ab, den Schwarzmarkt zu bekämpfen, die Sicherheit der Cannabis-Konsumenten zu gewährleisten und die organisierte Kriminalität im Drogenhandel zu untergraben.
Trotz der Zustimmung werden legale Cannabis-Cafes nicht sofort im ganzen Land verbreitet sein. Die komplexe Gesetzgebung verlangt die Gründung von nicht-kommerziellen “Cannabis-Sozialclubs”, die auf 500 Mitglieder beschränkt sind, die eine begrenzte Menge der Droge anbauen und verteilen. Der Konsum vor Ort wird verboten und die Mitgliedschaft wird ausschließlich deutschen Einwohnern vorbehalten.
Während das Gesetz es Einzelpersonen erlaubt, bis zu drei Marihuanapflanzen zu Hause anzubauen, wird der Kauf von Cannabis aufgrund strenger Markregulierungen schwierig sein. Die ursprünglichen Pläne, lizenzierte Läden und Apotheken zum Verkauf von Cannabis zu ermächtigen, wurden aufgrund von Bedenken der Europäischen Union bezüglich möglicher Drogenexporte aufgegeben.
Die parlamentarische Abstimmung, bei der 407 Stimmen für und 226 gegen das Gesetz waren, endete nach einer kontroversen Sitzung im Bundestag. Kritiker, darunter die konservative Abgeordnete Simone Borchardt, verurteilten die Gesetzgebung als “völlig unnötig”, trotz des Anstiegs des Cannabis-Konsums unter jungen Menschen.
Minister Lauterbach verteidigte das Gesetz und betonte die Notwendigkeit, den Anstieg der Cannabis-Verbraucher im Alter von 18 bis 25 Jahren in den letzten zehn Jahren anzugehen. Er geht davon aus, dass die Gesetzgebung den “Schwarzmarkt austrocknen” und die von ihm als “gescheiterte Drogenpolitik” bezeichnete Situation korrigieren wird.
Die Debatte über die Entkriminalisierung von Cannabis ist in Deutschland bereits im Gange, wobei oppositionelle Konservative versprechen, das Gesetz aufzuheben, wenn sie nächstes Jahr an die Macht kommen. Die Regierung plant, die Auswirkungen der Gesetzgebung in den nächsten Jahren zu bewerten, mit der Möglichkeit, lizenzierte Cannabis-Verkäufe in der Zukunft einzuführen. Es bestehen jedoch Unsicherheiten und Deutschland wird wahrscheinlich nicht zu Europas Amsterdam werden.
Diese Geschichte wurde ursprünglich von BBC News berichtet.












