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Überschuss an Cannabis in legalen Bundesstaaten lässt Preise für Cannabis abstürzen

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Ein Überschuss an Cannabis in legalen Bundesstaaten wird zu einer der größten Herausforderungen für die US-amerikanische Cannabisindustrie. Von New York bis Oregon, Kalifornien, Michigan und Colorado treibt die Überschussproduktion die Cannabispreise drastisch nach unten, mit Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette.

New Yorks Überschussproblem

In New York allein produzierten die Anbauer fast 300.000 Pfund Cannabis in Erwartung des Starts des Freizeitmarktes. Allerdings haben Verzögerungen bei der Einführung des legalen Einzelhandelsverkaufs dazu geführt, dass viel von diesem Angebot in Lagerhäusern gelagert wird. Im Laufe der Zeit verlieren Cannabisblüten an Potenz, Aroma und Gesamtwert, was den Überschuss besonders teuer für die Anbauer macht.

Preisverfall in mehreren Bundesstaaten

Der Preisverfall ist nicht nur auf New York beschränkt. Laut Branchendaten:

  • Colorado: Die Cannabispreise sind in den letzten zwei Jahren um 51 % gesunken.
  • Massachusetts: Die Großhandelspreise sind um 36 % gesunken.
  • Missouri: Die Preise sind um 46 % gesunken.
  • Michigan: Der stärkste Rückgang, mit Preisen, die um 75 % gesunken sind, von 400 $ pro Unze auf etwa 100 $.

Branchenfunktionäre in Michigan haben die Regulierungsbehörden aufgefordert, einen Moratorium für neue Anbau-Lizenzen zu verhängen, um den Überschuss zu bekämpfen, aber bisher wurde noch keine Maßnahme ergriffen.

Warum der Cannabis-Markt “auf Misserfolg programmiert” ist

Laut dem Cannabis-Ökonomen Beau Whitney bedeuten die Marktdynamiken in vielen Bundesstaaten, dass Cannabis-Unternehmen oft “auf Misserfolg programmiert” sind. Der Überschuss wird durch mehrere Herausforderungen verschärft:

  • Hohe Steuerlasten, die die geringen Gewinnmargen schmälern
  • Mangel an Zugang zu Finanzdienstleistungen wie Banken und Versicherungen
  • Teure Grundstücke und Regulierungs-Kosten
  • Unregulierte Konkurrenz von illegalen Märkten kann legale Unternehmen unterbieten

Gewinner und Verlierer im Cannabis-Überschuss

Während Cannabis-Unternehmen kämpfen, um profitabel zu bleiben, gibt es einen klaren Nutznießer: den Verbraucher. Niedrigere Großhandelspreise bedeuten günstigeren Einzelhandel mit Cannabis, was legales Cannabis für Endverbraucher günstiger macht als je zuvor. Allerdings kann die langfristige Nachhaltigkeit der Branche gefährdet sein, wenn Unternehmen weiter unter finanziellem Druck zusammenbrechen.

Mögliche Lösungen für die Überschusskrise

Experten haben mehrere politische und geschäftliche Strategien vorgeschlagen, um den Überschuss zu bekämpfen, darunter:

  • Vorübergehendes Aussetzen neuer Anbau-Lizenzen in überschwemmten Märkten
  • Senkung der Cannabis-Steuersätze, um Unternehmen zu helfen, mit dem illegalen Markt zu konkurrieren
  • Ausweitung des zwischenstaatlichen Cannabis-Handels (sobald bundesweit legal) zur Ausgleichung von Angebot und Nachfrage
  • Unterstützung von kleinen und unabhängigen Anbauern durch Zugang zu Finanzierung und fairen Regulierungen

Bis systemische Änderungen vorgenommen werden, wird die Cannabisindustrie in vielen legalen Bundesstaaten weiter unter starkem finanziellem Druck stehen – trotz starker Nachfrage der Verbraucher.

Lydia K. (Bsc. RN) ist eine Cannabis-Autorin, was, wenn man bedenkt, wo man dies liest, vollkommen Sinn ergibt. Derzeit ist sie eine regelmäßige Autorin für Mace Media. In der Vergangenheit hat sie für MyBud, RX Leaf & Dine Magazine (Kanada), CBDShopy (UK) und Cannavalate & Pharmadiol (Australien) geschrieben. Sie ist am besten bekannt für das Schreiben epischer Nachrichtenartikel und medizinischer Beiträge. Gelegentlich weicht sie von Nachrichten und Wissenschaft ab und erstellt humorvolle Artikel. Und das genießt sie! Sie genießt auch Eiscreme, wie es alle vernünftigen Menschen tun sollten.