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Überschuss an Cannabis in Kanada bleibt bestehen: Verständnis des Angebotsüberschusses

Die kanadische Cannabisindustrie steht vor einer anhaltenden Überschusskrise. Im letzten Berichtsjahr haben lizenzierte Hersteller (LPs) geschätzte 425 Millionen Gramm unverpackten und unverkauften Cannabis vernichtet – ein Rekordhoch und mehr als 50% höher als der Gesamtbetrag des Vorjahres. Dieser Trend hat sich seit der Legalisierung von Freizeitcannabis im Jahr 2018 fortgesetzt, wobei die kumulative Vernichtung inzwischen die gesamten legalen Verkäufe in einigen Jahren übersteigt.
Im Jahr 2018 wurden in Kanada 11,5 Millionen Gramm unverpackter Cannabis vernichtet. Seitdem ist die jährlich vernichtete Menge stark angestiegen, was Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit und finanziellen Tragfähigkeit der Branche aufwirft.
Umfang des Cannabis-Überschusses in Kanada
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| Jahr | Vernichteter Cannabis (Gramm) | % der jährlichen Produktion vernichtet |
|---|---|---|
| 2018 | 11.501.000 | 11% |
| 2019 | 155.780.000 | 15% |
| 2020 | 279.837.000 | 19% |
| 2021 | 425.325.000 | 26% |
Die Daten zeigen eine stetige Aufwärtsentwicklung bei den vernichteten Cannabis-Mengen. Laut MJBizDaily-Analyse1 hat die Gesamtmenge an Cannabis, die von lizenzierten Herstellern seit der Legalisierung vernichtet wurde, in einigen Perioden die gesamten legalen Verkäufe überschritten – ein deutliches Indiz für einen strukturellen Überschuss und ineffiziente Marktplanzierung.
Was verursacht den Cannabis-Überschuss in Kanada?
Als Freizeitcannabis 2018 legalisiert wurde, expandierten viele groß angelegte Hersteller aggressiv und investierten stark in Gewächshaus-Immobilien und Infrastruktur. Dieser “zuerst produzieren, dann verkaufen”-Ansatz übertraf schnell die tatsächliche Marktnachfrage.
Von 2018 bis 2020 verkauften lizenzierte Hersteller weniger als 20% dessen, was sie anbauten. Anstatt die Produktion frühzeitig zurückzufahren, wurde die Produktion auf hohem Niveau fortgesetzt, was zu Rekord-Vernichtungsmengen in den folgenden Jahren führte. Der Überschuss trug auch zu erheblichen Abschreibungen von Grundstücken und Vermögensverkäufen bei.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Wettbewerb durch den Schwarzmarkt. Trotz eines allmählichen Rückgangs der Größe macht der Schwarzmarkt immer noch etwa 50% des gesamten Cannabis-Verkaufs2 in Kanada aus, was die Nachfrage nach legalen Produkten weiter einschränkt.
Wie kann der Cannabis-Überschuss in Kanada angegangen werden?
Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, müssen lizenzierte Hersteller möglicherweise tiefere Produktionskürzungen vornehmen – möglicherweise bis zu 20% der aktuellen Kapazität – um das Angebot an die tatsächliche Nachfrage der Verbraucher anzupassen. Dies würde helfen, Verschwendung zu reduzieren, Preise zu stabilisieren und die Rentabilität zu verbessern.
Gleichzeitig könnte eine stärkere Durchsetzung gegen den Schwarzmarkt mehr Verbraucher in legale Kanäle lenken und die potenzielle legale Marktnachfrage effektiv verdoppeln. Eine koordinierte Aktion zwischen Regulierungsbehörden und Branchenbeteiligten wird entscheidend sein, um langfristige Stabilität zu erreichen.
Quellen:
1. MJBizDaily. (2022). Analyse der Cannabis-Versorgung und -Vernichtung in Kanada.
2. Public Safety Canada. (2020). Der Schwarzmarkt für Cannabis in Kanada.












