Gesundheit & Wellness
Genetische Studie enthüllt Zusammenhang zwischen Cannabis-Störung und erhöhtem Lungenkrebsrisiko

In einer aktuellen Veröffentlichung in Nature Genetics führten Forscher eine umfassende genome-weite Assoziationsstudie (GWAS) durch, um die genetischen Grundlagen der Cannabis-Störung aufzudecken. Diese Studie wirft nicht nur Licht auf die Pathophysiologie der Störung, sondern unterstreicht auch die öffentlichen Gesundheitsbedenken, die damit verbunden sind.
Cannabis, eine psychoaktive Substanz, die historisch mit dem rekreativen Gebrauch in Verbindung gebracht wird, wurde mit verschiedenen Gesundheitskomplikationen in Verbindung gebracht, einschließlich kognitiver Defizite, psychiatrischer Störungen und Krebs. Während einige Länder den medizinischen Gebrauch und die Entkriminalisierung des rekreativen Cannabis angenommen haben, hat die sich entwickelnde Rechtslandschaft zu einem Anstieg der Cannabis-Störung weltweit geführt.
Studienmethodik
Die Studie verwendete eine GWAS-Metaanalyse mit der umfassenden Million Veteran Program-Datenbank, die genetische, gesundheitliche und lebensstilbezogene Daten umfasst. Die Analyse erstreckte sich auf verschiedene Abstammungen, mit signifikanten Ergebnissen in europäischen, afrikanischen, gemischten amerikanischen und ostasiatischen Gruppen.
Wichtige Ergebnisse
- Genomische Loci: Die Studie identifizierte 22 genome-weite signifikante Loci in der europäischen Abstammung, zwei in der afrikanischen, eine in der gemischten amerikanischen und zwei in der ostasiatischen Abstammung.
- Leit-SNPs: Für verschiedene Abstammungen wurden leitende Einzelnukleotidpolymorphismen (SNPs) mit spezifischen Genen in Verbindung gebracht, einschließlich des cholinergen Rezeptors nicotinischer Alpha-2-Subunit und des semaphorin 6D-codierenden Gens.
- Assoziationen: Die vergleichende Analyse hob erhebliche Überschneidungen der Cannabis-Störung mit pathologischen und negativen Eigenschaften hervor, wobei stärkere Assoziationen als mit den Cannabis-Gebrauchseigenschaften gezeigt wurden.
- Kausale Beziehungen: Bidirektionale kausale Verbindungen wurden zwischen der Cannabis-Störung und der Schizophrenie identifiziert, während eine unidirektionale Verbindung zwischen chronischen Schmerzen und der Cannabis-Störung beobachtet wurde. Bemerkenswerterweise zeigte die Cannabis-Störung eine unidirektionale kausale Wirkung auf Lungenkrebs, unabhängig von der Rauchinitialisierung.
Eine transkriptom-weite Assoziationsstudie ergab 36 und 15 Gene, die mit der Expression im frontalen Kortex des Erwachsenen- und Fetalgehirns assoziiert waren. DALR Anticodon Binding Domain Containing 3 (DALRD3) trat als ein gemeinsames Gen auf, das mit Entwicklungsverzögerung und frühem Beginn epileptischer Enzephalopathie assoziiert war.
Bedeutung
Die Studie unterscheidet zwischen Cannabis-Gebrauch und Cannabis-Störung und betont die stärkere genetische Assoziation der letztgenannten mit Psychopathologie und Behinderung. Wichtig ist, dass sie einen kausalen Zusammenhang zwischen der Cannabis-Störung und einem erhöhten Lungenkrebsrisiko herstellt und wertvolle Einblicke in die komplexe Wechselwirkung von Genetik und Gesundheitsergebnissen bei Personen mit Cannabis-Störung liefert.












