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Die Legalisierung von Marihuana in Kanada führte nicht zu einer erhöhten Nutzung unter hochriskanten jungen Erwachsenen

Die Legalisierung von Freizeit-Cannabis in Kanada wurde mit Bedenken hinsichtlich möglicher Erhöhungen des Cannabiskonsums, insbesondere unter jungen Erwachsenen, die bereits einen höheren Konsum haben, aufgenommen. Die Sorge war, dass ein leichterer Zugang, soziale Akzeptanz, niedrigere Preise und eine Vielzahl von Cannabis-Produkten zu einem Anstieg des Konsums unter dieser Altersgruppe führen könnten. Ein jüngeres longitudinales Kohortenstudie wirft jedoch Licht auf die tatsächlichen Auswirkungen der Legalisierung auf den Cannabiskonsum und dessen Folgen unter hochriskanten jungen Erwachsenen in Ontario, Kanada.
Details der Studie
Diese longitudinale Beobachtungs-Kohortenstudie begleitete junge Erwachsene zwischen 19,5 und 23,0 Jahren in Ontario, Kanada, die regelmäßig stark episodischen Alkoholkonsum (hohes Risiko für Drogenmissbrauch) und Englischkenntnisse aufwiesen. Die Studie sollte die Veränderungen in der Häufigkeit des Cannabiskonsums und dessen Folgen im Laufe der Legalisierung von Cannabis in Kanada bewerten. Die Teilnehmer wurden alle vier Monate über einen Zeitraum von drei Jahren, beginnend im Februar 2017 und endend im Februar 2020, befragt. Die Datenanalyse konzentrierte sich auf Veränderungen in den Mustern des Cannabiskonsums, wobei Geschlecht, Einkommen, Bildung und Häufigkeit des Cannabiskonsums vor der Legalisierung als mögliche Moderatoren berücksichtigt wurden.
Wichtige Ergebnisse
Die Studie ergab mehrere wichtige Ergebnisse:
- Gesamtrückgang des Cannabiskonsums: In einer Kohorte von 619 hochriskanten jungen Erwachsenen gab es einen durchschnittlichen Rückgang bei der Häufigkeit des Cannabiskonsums und den damit verbundenen Folgen im Laufe der Zeit, einschließlich des Zeitraums vor und nach der Legalisierung von Cannabis in Kanada.
- Gemilderte Veränderungen: Die beobachteten Veränderungen in der Häufigkeit des Cannabiskonsums und den Folgen wurden signifikant durch die Häufigkeit des Cannabiskonsums vor der Legalisierung gemildert. Dies bedeutet, dass die Muster der Veränderung je nachdem, ob die Personen vor der Legalisierung häufige Konsumenten waren oder nicht, unterschiedlich waren.
- Häufige Konsumenten reduzierten ihren Konsum: Personen, die vor der Legalisierung häufig Cannabis konsumierten, zeigten signifikante Rückgänge bei der Häufigkeit des Cannabiskonsums und den damit verbundenen Folgen nach der Legalisierung. Dieses Muster stimmt mit dem überein, was Forscher als “Ausklingen” bezeichnen, bei dem Personen ihren Substanzkonsum im Laufe der Zeit natürlich reduzieren.
- Gelegentliche Konsumenten erhöhten ihren Konsum leicht: Im Gegensatz dazu zeigten Personen, die vor der Legalisierung keinen Cannabis konsumierten, einen leichten Anstieg bei der Häufigkeit des Cannabiskonsums im Laufe der Zeit, jedoch gab es keine signifikanten Veränderungen bei den damit verbundenen Folgen. Dies deutet darauf hin, dass die Erhöhung des Konsums moderat war und nicht von einer proportionalen Zunahme negativer Folgen begleitet wurde.
- Moderatoren der Veränderung: Geschlecht, Einkommen und Bildung moderierten die Veränderungen in den Mustern des Cannabiskonsums im Laufe der Zeit nicht signifikant, was darauf hindeutet, dass diese Veränderungen relativ konsistent über verschiedene demografische Gruppen hinweg waren.
Schlussfolgerung
Im Gegensatz zu den Bedenken, dass die Legalisierung von Cannabis in Kanada zu einem Anstieg des Cannabiskonsums, insbesondere unter jungen Erwachsenen, führen würde, deutet diese Studie auf das Gegenteil hin. Hochriskante junge Erwachsene, die anfälliger für Substanzkonsum sind, zeigten unterschiedliche Muster der Veränderung in der Häufigkeit des Cannabiskonsums und den damit verbundenen Folgen. Häufige Cannabis-Konsumenten vor der Legalisierung erlebten Rückgänge bei der Häufigkeit des Konsums und den damit verbundenen Folgen, was wahrscheinlich einen natürlichen Prozess des “Ausklingens” widerspiegelt. Andererseits sahen Personen, die vor der Legalisierung keine Cannabis-Konsumenten waren, nur einen leichten Anstieg bei der Häufigkeit des Konsums, ohne eine wesentliche Zunahme der damit verbundenen Folgen.
Diese Ergebnisse bieten wertvolle Einblicke in die tatsächlichen Auswirkungen der Legalisierung von Cannabis auf Jugendliche und junge Erwachsene. Obwohl die Studie die Möglichkeit alternativer Entwicklungen in Abwesenheit der Legalisierung nicht ausschließt, hebt sie hervor, dass die Legalisierung allein nicht zu signifikanten negativen kurzfristigen Ergebnissen bei der untersuchten Bevölkerung führte. Dennoch sind fortlaufende Forschung und Überwachung unerlässlich, um die langfristigen Auswirkungen der Legalisierung von Cannabis auf die öffentliche Gesundheit, insbesondere unter jungen Erwachsenen, umfassend zu bewerten.












