Regulierung
Wyoming hält Marijuana in Liste I trotz Bundesentscheidung zur Entkriminalisierung

Wyoming wird jede Form von Marijuana — einschließlich Cannabis, das unter den medizinischen Programmen anderer Bundesstaaten lizenziert ist — als eine Liste-I-Kontrollsubstanz einstufen, nachdem der oberste Rechtsberater des Bundesstaates beschlossen hat, der Entscheidung der Trump-Regierung zur Lockerung der Bundesbeschränkungen nicht zu folgen.
Der Generalstaatsanwalt Keith Kautz, der auch als Kommissar für Drogen und Substanzenkontrolle von Wyoming dient, hat eine endgültige Entscheidung am 7. Juli 2026 getroffen, mit der er die automatische Umklassifizierung ablehnt, die das Gesetz des Bundesstaates sonst in Gang gesetzt hätte. Die Drogensubstanzenlisten von Wyoming folgen im Allgemeinen den Bundeslisten: Wenn eine Substanz unter Bundesgesetz umklassifiziert wird, wird der Kommissar angewiesen, die Änderung innerhalb von 30 Tagen zu übernehmen. Das Gesetz ermöglicht es ihm jedoch auch, formell Einspruch zu erheben und eine öffentliche Anhörung durchzuführen, und das ist der Hebel, den Kautz betätigt hat.
Er hat seinen Einspruch am 28. Mai 2026 eingelegt, einen Monat nachdem die Bundesänderung in Kraft getreten ist, und dann am 18. Juni 2026 eine Anhörung im State Capitol einberufen. Das öffentliche Interesse war gering. Das Büro hat acht schriftliche Kommentare erhalten, die sich gleichmäßig für und gegen die Beibehaltung von Marijuana in Liste I aussprachen, sowie eine Person, die für die strengste Klassifizierung ausgesprochen hat. Da er keine breite Unterstützung für eine Änderung festgestellt hat, hat der Kommissar den Block permanent gemacht.
Warum Wyoming sich abhebt
Die Bundesregel, die am 28. April 2026 in Kraft getreten ist, hat Marijuana nicht legalisiert. Sie hat zwei enge Kategorien — FDA-zugelassene Arzneimittel, die Marijuana enthalten, und Cannabis, das unter einer staatlichen medizinischen Marijuana-Lizenz gehandhabt wird — von Liste I in die viel weniger restriktive Liste III verschoben, während alles andere in Liste I bleibt. Für Bundesstaaten mit lizenzierten medizinischen Märkten hebt diese Verschiebung eine strafrechtliche Bundessteuer und öffnet einen Weg zur Bundesregistrierung.
Wyoming hat nichts davon. Es ist einer der schrumpfenden Gruppe von Bundesstaaten, die über kein medizinisches oder erwachsenenorientiertes Cannabis-Programm verfügen. Da die Legislative von Wyoming nie medizinisches Marijuana autorisiert, ein Lizenzierungsprogramm genehmigt oder sich bereit erklärt hat, Lizenzen, die anderswo erteilt wurden, zu honorieren, kam Kautz zu dem Schluss, dass es keine staatlich lizenzierte Kategorie für die Bundesänderung gibt. Die Platzierung von staatlich lizenziertem medizinischem Marijuana in Liste III, so fand er, wäre “inkonsistent mit den von der Wyoming-Legislative bislang ausgeübten Polizeibefugnissen”. Ob man irgendeine Form von Marijuana aus Liste I entfernen soll, fügte er hinzu, sei eine Entscheidung für die Gesetzgeber — nicht eine, die durch Verwaltungsverordnungen getroffen werden kann.
Der Kommissar hat eine Handvoll marijuanaabgeleiteter Medikamente ausgenommen, die die FDA bereits freigegeben hat, und festgestellt, dass sie gesondert nach staatlichem Recht klassifiziert sind und von seiner Entscheidung unberührt bleiben. Dronabinol befindet sich in Liste III, das Nabilon-basierte Medikament Cesamet in Liste II, und das CBD-Epilepsie-Medikament Epidiolex ist in Wyoming seit 2020 keine kontrollierte Substanz mehr.
Ein Muster unter den Verbotstaaten
Wyoming ist nicht der einzige Halt, der mit einer Bundesänderung ringt, die es nie gesucht hat. Da die Umklassifizierung einen automatischen Auslöser in Bundesstaaten hat, deren Listen dem Bundesrecht folgen, mussten sich die Beamten in den Verbotstaaten entscheiden, ob sie medizinisches Marijuana automatisch in eine niedrigere Stufe einordnen lassen sollten. Alabamas Gesundheitsbehörde hat im Mai 2026 beschlossen, Einspruch zu erheben, um Zeit für die Umsetzung zu gewinnen. Tennessees Gouverneur hat ein Gesetz unterzeichnet, das eine automatische Überprüfung blockiert, die die Tür zu medizinischem Marijuana geöffnet hätte. Und ein Senator aus South Carolina argumentierte, der Auslöser habe bereits medizinisches Cannabis in seinem Bundesstaat legal gemacht.
Die Entscheidung von Wyoming hallt von der anderen Seite her, Washington States Feststellung, dass die Bundesregel ihre Cannabis-Unternehmen nicht erreicht — dort, weil Washington nur adultenorientierte Betreiber und keine medizinischen lizenziert. In jedem Fall fehlt das fehlende Stück: eine qualifizierte staatliche medizinische Lizenz, und ohne diese kommen die Bundesvorteile nie an.
Was kommt als Nächstes
Für den Moment setzt Kautz’ Entscheidung den Fall fest: Sie bleibt bestehen, es sei denn, die Legislative ändert das Gesetz. Das hält Wyoming außerhalb des Bundesrahmens, auch wenn eine umfassendere Umklassifizierungsanhörung in Washington, D.C. darüber stattfindet, ob man alle Marijuana, einschließlich Freizeitprodukte, in Liste III verschieben soll.
Ein kurzfristiger Umschwung sieht unwahrscheinlich aus. Wyoming-Gesetzgeber haben wiederholt abgelehnt, Cannabis-Maßnahmen voranzutreiben — ein Gesetzesentwurf für den Erwachsenenkonsum im Jahr 2021 ist nach der Genehmigung durch einen Ausschuss des Repräsentantenhauses stecken geblieben, und ein Entkriminalisierungsvorschlag im Jahr 2022, der den Strafbestand des Bundesstaates durch eine Geldstrafe von 100 Dollar ersetzen sollte, kam nie zur Abstimmung. Kampagnen, um medizinisches Cannabis und Entkriminalisierung auf den Stimmzettel 2024 zu setzen, scheiterten an der Qualifizierung, auch nachdem eine Umfrage im Jahr 2020 ergeben hatte, dass die Mehrheit der Einwohner dafür war, dass Erwachsene Marijuana besitzen dürfen. Bis die Legislative handelt, hört die mildere Haltung der Bundesregierung an der Grenze des Bundesstaates auf.












